Tierleidfrei?

Ich werde immer häufiger gefragt, ob ich nicht einmal etwas veganes backen könnte – also ohne Eier, Milchprodukte, Honig, .. sprich nichts tierisches.
Da ich glutenfrei mittlerweile schon fast beherrsche, dachte ich mir, dass es keine schlechte Idee ist, dies einmal auszuprobieren.

Da mir Sojaprodukte nicht schmecken – und ich sollte doch wissen wie Kuchen & Kekse schmecken – muss in dieser Hinsicht eine andere Lösung her. Eier lassen sich auch nicht vollkommen ersetzen aber man kann es probieren.
Mit Banane, Apfelmus und Chiagel hat es aber doch ganz gut funktioniert, vegane & glutenfreie Cookies zu bekommen.
Ich bin – wie ihr wisst – sowieso der Meinung, dass man richtige Butter keinesfalls durch pflanzliche Margarine ersetzen kann, aber tierfreie Ernährung verlangt dies nunmal.

Jetzt habt ihr vor 2 Sätzen Chiagel gelesen und fragt euch sicher was das wohl ist. Ich bin durch Instagram darauf aufmerksam geworden, da (fast) jeder der sich „gesund“ ernährt zum Frühstück oder als Snack Chiapudding isst. So, nun kauft man sich so eine Packung Samen und weiß erstmal nichts damit anzufangen. Gut das wir eine Internet Generation sind und man es so leicht herausfinden kann:
Chiasamen eignen sich als ganze Samen in Salaten oder auf Müsli, gemahlene Samen können in Suppen, Brot etc. gemischt werden. Chiagel (Chiasamen in Wasser einweichen und am besten über Nacht ziehen lassen – umso länger umso mehr Nährstoffe werden freigesetzt. Angeblich halten sie sich im Kühlschrank 3 Wochen – glaubt aber bitte nicht alles was ihr lest, meine haben nach 1 1/5 Woche ausgetrieben) kann als Bindemittel beim Backen benutzt werden oder in Smoothies, Frappes etc gemischt werden.
Die beliebteste Verwendung ist der Chiapudding, dazu werden die Chiasamen mit Milch (für Veganer – Kokos-, Mandel-, Reis- oder Sojamilch), Obst (Banane) oder getrockneten Früchten (Rosinen, Goji-Beeren, Cranbeeries), Gewürzen (Zimt) und Zucker bzw Honig oder für Veganer Agavendicksaft gemischt und über Nacht in den Kühlschrank gestellt.
Dekoriert wird anschließend mit Obst, Beeren, Nüssen oder Schokolade (alles je nach Geschmack). Zu beachten ist, dass die Samen durch das Einweichen nicht weich werden, lediglich schlatzig – an die Konsistenz muss man sich erst einmal gewöhnen.

Chia ist ein Fettverbrenner – vor jeder Mahlzeit je ein Glas zur Hälfte mit Chiagel und Fruchtsaft mischen und vor dem Essen trinken. Chia sättigt zwar, aber man sollte sich keine Wunder erwarten! Wer also abnehmen will sollte sich nicht nur auf Chia verlassen, sondern sein Frühstück allgemein anpassen: Also zB Weißbrot gegen Vollkornbrot tauschen und Cornflakes durch Müsli mit Obst ersetzen.

Meine Cookies sind in dieser Hinsicht sicherlich auch eine gute Frühstücksalternative – allerdings nur wenn man den Zucker reduziert :P
150g braunen Zucker mit 2 El Chiagel und 125g pflanzlicher Margarine cremig rühren, eine reife, zerdrückt Banane und 50g Apfelmus dazugeben. 1 Tl Natron, 1/2 Tl Zimt, 1/2 Tl gem. Nelken, etwas Salz und 150g glutenfreies Mehl einsieben, zum Schluss 100g glutenfreie Buchweizenflocken und 150g vegane Schokostückchen unterheben. Auf einem Blech nicht zu dicht nebeneinander, kleine Teigkügelchen verteilen und etwas andrücken.
Bei 170°C ca. 15 min backen. Die Cookies sollten weich sein, sich aber vom Backblech als Ganzes lösen lassen.
Eventuelle noch warm mit Schokolade bestreuen oder auskühlen lassen und mit einer Zuckerglasur (100g Zucker, 2El Wasser) überziehen.

Die Chiasamen bemerkt man fast gar nicht, denn sie haben sich aufgelöst und ziehen nun „Fäden“ durch die Cookies. Die sieht man zwar, aber sie stören nicht weiter – könnte ja auch Schokolade sein :P

Bei diesen Cookies ist kein Tier zu Schaden gekommen, nur Pflanzen.

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